stell dir vor:
du könntest mit einer Kamera alles etwa so fotografieren,
wie du es um dich herum siehst.
Ohne Einschränkung durch technische Dinge wie Brennweite,
Bildwinkel oder Bildgrösse bzw. Bildauflösung (d.h.
Pixelzahl)
na ja, fast:-))
stell dir vor:
du könntest mit DEINER Kamera so fotografieren!
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Diese Möglichkeit gibt es, und hier
ist eine kurze Beschreibung (wie ich es mache)
- Voraussetzungen
- du solltest solche Aufnahmeserien nur
mit Stativ machen
- wenn du mit Weitwinkel und/oder mit Vordergrund arbeitest,
solltest du unbedingt einen speziellen
Panoramakopf benutzen, der ermöglicht, die
Kamera exakt um die "Eintrittspupille" des Objektivs zu
schwenken. Das hört sich komplizierter an, als es mit einem
entsprechenden Pano-Kopf ist.
Hier findest du den Pano-Kopf: Panosaurus
Panoramic Tripod Head (englisch), den ich benutze
- du solltest den Pano-Kopf unbedingt vor dem Schwenken
waagerecht ausrichten
(Wasserwaage also möglichst eingebaut)
- ich benutzte unterhalb des Panoramakopfes zusätzlich
einen kompakten Nivelelierkopf, um die Neigung des Stativs auszugleichen
(ein stabiler Kugelkopf war bei langem Tele immer noch zu wackelig!)
- Voraussetzungen in der Kamera:
- die Kamera sollte volle
manuelle Kontrolle ermöglichen
- du solltest möglichst nur im RAW-Format
fotografieren (das ist sozusagen das "digitale Negativ")
- die Belichtung
sollte möglichst genau ermittelt und dann manuell eingestellt
werden
(meine Kamera bietet die Möglichkeit, die überbelichteten
Bildteile ("Spitzlichter") auf einer Testbelichtung
anzuzeigen)
- der Weissabgleich
muss ebenfalls für die ganze Bilderserie gleich bleiben.
Bei RAW spielt dies keine Rolle, da der Weissabgleich erst später
in dem RAW-Converter Programm gemacht wird
- die Entfernungseinstellung
sollte konstant bleiben, da sich sonnst der Abbildungsmasstab
für die einzelnen Aufnahmen ändert
- und nicht ganz unwichtig:
habe genügend Speicher
dabei oder noch besser einen "Bildertank" mit
einer grossen Platte, auf den du zwischendurch die Bilder übertragen
kannst. Du erzeugt mit dieser Technik Unmengen von Bildern:-))
- Objektive bzw. Brennweiten
- du brauchst eher lange Brennweiten als kurze. Durch
das Zusammensetzen der Bilder kannst du einen
BELIEBIG grossen Blick- bzw. Bildwinkel erzeugen
(mein 12-24 Superweitwinkel benutze ich deshalb kaum, ich habe
mir deshalb ein Objektiv bis 300mm entsprechend 450mm Kleinbild
für die Panos der Berge gekauft).
- Das heisst praktisch:
- du fotografierst einfach
alles, was mit auf das Bild soll
- du machst so viele Aufnahmen
zu den Seiten oder natürlich auch nach oben oder unten,
wie für deine Bildidee erforderlich!! (lieber ein paar
mehr als eines zu wenig)
- Je höher die gewünsche Auflösung
des fertigen Fotos sein soll, desto mehr Einzelfotos musst du
aufnehmen
- dadurch musst du ggf. natürlich zu einer längeren
Brennweite greifen, da du einen kleineren Bildausschnitt pro Foto
brauchst
- dadurch kannst du aber auch jede
gewünschte Endauflösung erreichen! (wenn
dein Rechner dann noch mitkommt und das Motiv genug still hält
:-))
Voraussetzungen bei dem Motiv
- möglichst wenig Bewegung
- das gilt auch für schnell
ziehende Wolken, die das Licht während der
Aufnahmeserie verändern könnten
- möglichst wenig Wind, sonst wackeln die Blätter
bzw. Bäume zu sehr
- du kannst dir denken, dass es bei Menschen auf
den Bildern besonders schwierig bis unmöglich wird:-))
- mach ruhig links
und rechts ein Bild mehr, so hast du nachher etwas
Spielraum für Korrekturen
- Voraussetzung bei der Aufnahme
- mache die Fotos so schnell hintereinander, wie
möglich (d.h. du brauchst eine schnelle Speicherkarte!)
- lasse genug Überlappung
zu (digital kostet es nichts und analog macht es wohl kaum jemand:-))
- Vorsicht, nicht zu hektisch, sonst gibt es Verwacklungen
- EIN fehlerhaftes
Bild in der Serie macht die ganze Serie unbrauchbar!
- Voraussetzungen bei der
Weiterverarbeitung der Fotos
- alle Bilder gleich
verarbeiten
- bei Einsatz eines RAW-Converters unbedingt ALLE
Bilder mit der gleichen Einstellung umwandeln
- am Einfachsten ist es, ein Stitchprogramm zum Zusammensetzen
der Bilder zu verwenden. Es gibt inzwischen sehr viele Stitchprogramme,
oft liegt sogar eins bei der Kamera (die meisten verarbeiten wohl
nur JPG)
- das Stitchprogramm sollte für den Anfang möglichst
automatisch arbeiten, damit du schnell Erfolge erzielst
- wenn die Automatik jedoch die Überlappung
nicht richtig macht, sollte das Programm möglichst viele
Möglichkeiten für die manuelle Kontrolle bieten
- wenn du mehrreihige Panos (eine Matrix, wie in
dem Beispiel unten) machen möchtest, gibt es nach meiner
Kenntnis nur die Programme, die auf "Panorama
Tools" basieren (z.B. PZassembler oder
PTGui, bei anderen Programmen musst du zuerst eine Reihe zusammenfügen
und danach wieder die einzelnen Reihen stitchen)
Viele weitere Anregungen und Tipps findest du unter links
(leider sehr viel davon in englisch)
Hier ein Beispiel:
Diese Bilderserie habe ich in Santa Cruz an der Placetta
gemacht. Es sind auf allen Bildern deutlich die Verzeichnungen durch
"stürzende Linien" zu erkennen. Auf dem einen Bild (2.
unten von rechts) ist eine Person zu sehen, die auf den überlappenden
Bildern nicht zu sehen ist. Sie ist auf dem Endergebnis verschwunden!
Die Mauer auf der rechten Seite lässt sich auch noch genau senkrecht
stellen, in dem sie im PTassembler oder PTGui als senkrechte Linie definiert
wird.

und hier das fertige Ergebnis:-))
alles weitgehend mit PTassembler
automatisch erzeugt!
eine Ungenauigkeit gibt es:
am linken Bildrand in Höhe des Fensters im 1. OG ist ein kleiner
Versatz bei der Wandfarbe zu erkennen
durch zusätzliche Definition von weiteren Stitchpunkten im PTassembler
oder PTGui lässt sich dies jedoch leicht beheben

Meine derzeitige Ausrüstung:
- Spiegelreflex Kamera
- Nikon D70 (Faktor 1.5 auf die Brennweite von KB=Kleinbildobjektiven)
- Objektive
- Zoom Nikor 24-120mm VR (entspricht ca. 36-180mm
KB, VR=Verwacklungsreduktion ist super!)
- Zoom Nikor 70-300mm (entspricht ca. 105-450mm KB)
- Zoom Sigma 12-24mm (entspricht ca. 18-36mm KB)
- Nikor Micro 60mm (entspricht ca. 90mm KB, Makro
bis über 1:1 Abbildung hinaus)
- Stativ
- Manfroto
- Linhoff Nivelierkopf
- Panoramakopf
- Software
- Win2000
- Panorama Tools
- PTassembler
- PTGui (selten)
- RAW converter
- Photoshop CS
- PTlens
- Thumbs Plus zur Bildverwaltung
- und weitere ....
- Hardware
- PC mit AMD 2.8 GHz
- 2 GB Hauptspeicher
- 500 GB SATA-Platten
- 250 BG externe Sicherungsplatten
- Eizo FlexScan L768
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